Entdecke die schönsten Sehenswürdigkeiten mit dem Bus 100

Mit der Buslinie 100 kannst du auf eine einfache und bequeme Art Berlins Sehenswürdigkeiten erkunden. Der Bus macht quasi an allen wichtigen Punkten halt. Du brauchst nur ein Tagesticket AB (zurzeit 7,00 Euro) und die Tour kann beginnen. Es ist eine super Alternative zu den teureren Hop-on-Hopp-off-Touren. Diese haben jedoch den Vorteil, dass ein Guide im Bus sitzt, der interessante Informationen liefert. 

Die Strecke fängt am Zoologischen Garten an und endet am Alexanderplatz. Die reine Fahrtdauer beträgt 60 Minuten. Da es sich immer wieder lohnt, aus dem Bus zu steigen und die Plätze zu besichtigen, würde ich mehr Zeit für die Tour einplanen. Der Bus fährt alle 5 Minuten (auch am Sonntag), deshalb gibt es keine langen Wartezeiten. Ich habe mir drei bis vier Stunden Zeit genommen, die schönsten Plätze in Ruhe zu besuchen. Die Linienverlauf des Busses kannst du dir hier anschauen.

Ich habe darauf geachtet, die Tour nicht in der Urlaubs- oder Ferienzeit zu machen, weil dann erfahrungsgemäß viele Menschen unterwegs sind und ich Menschenmassen nicht so mag. Ich bin also im März an einem Sonntag (weil die meisten Läden geschlossen haben) losgezogen. 

Der Bus hält an 18 Stationen. Ich habe mich für 13 Haltestellen entschieden, die ich mir näher ansehen wollte. Welche das waren, erzähle ich dir hier:

Station 1: Zoologischer Garten

Ich bin am Zoologischen Garten gestartet. Die Station ist nach dem ältesten Zoo Deutschlands, der sich gleich neben der Bushaltestelle befindet, benannt. Auf einer 33 Hektar großen Fläche leben hier rund 20.200 Tiere. Im Zoo kannst du 1400 Arten bewundern, auch solche, die vom Aussterben bedroht sind wie das Spitzmaulnashorn.

Wer einen ganzen Tag Zeit hat, kann die Tour gemütlich mit einem Zoobesuch beginnen. Als Berlinerin bin weiter gefahren, da ich den Zoo kenne und die Tiere lieber im Sommer besuche, wenn die Sonne scheint und man beim Spazieren ein Eis essen kann.

Station 2: Breitscheidtplatz

Weiter ging es zum Breitscheidtplatz am Ku`Damm. Hier hat man eine gute Aussicht auf die Gedächtniskirche, die man während der Öffnungszeiten von innen betrachten kann. 

Einen Besuch ist auch das Europa-Center wert. Ich kann mich noch gut dran erinnern, dass das Center in den 90ziger Jahren die erste Anlaufstelle war, wenn wir Besuch aus Polen hatten. Dann sind meine Eltern mit den Gästen zum Ku´Damm gefahren, um das Europa-Center zu besuchen und haben sich die „Uhr der fließenden Zeit“ angesehen. Heute ist sie vielleicht etwas in Vergessenheit geraten und es gibt andere Orte, die interessanter sind. Ich finde, wenn man schon mal hier ist, kann man sich die Uhr ruhig anschauen und eine Runde im Europa-Center drehen. Die Uhr ist 13 Meter hoch und erstreckt sich über drei Etagen. Sie wurde 1982 aufgestellt. Ich erinnere mich noch genau, wie fasziniert wir vor der Uhr standen, wenn die grüne Flüssigkeit sich vollständig leerte, damit der Zyklus von neuem beginnen kann.

Station 3: Großer Stern

Hier steht das Berliner Wahrzeichen – die Siegessäule. Die Statue wurde 1873 fertig gestellt und steht unter Denkmalschutz. Sie ist ein Nationaldenkmal für Einigungskriege.

Wenn du aus dem Bus steigst, gelangst du über mehrere Fußgängertunnel unterhalb der Fahrbahn zur Säule. Ich muss gestehen, ich habe erst mal vergebens eine Ampel gesucht, die über den großen Kreisverkehr führt, um zur Siegessäule zu gelangen. Irgendwann ist mir dann zum Glück der Fußgängertunnel aufgefallen. 

Für 3,00 € kann man die Siegessäule von innen betreten und die Aussicht von oben genießen. Unten ist eine kleine Ausstellung. Über eine lange Wendeltreppen gelangt man zum höchsten Aussichtspunkt. Das Besteigen ist nicht für jedermann. Es führt nur die eine Treppe nach oben, die ziemlich eng ist. Hier müssen die Besucher die von unten nach oben wollen und anders herum aneinander vorbei. Oder man besteigt nur die erste Aussichtsplattform. Die ist nicht ganz so hoch, somit muss man auch nicht so viele Stufen laufen. Wenn du die Besichtigung beendet hast, kannst du dich am Ausgang noch ins Gästebuch eintragen oder schauen, was die anderen Besucher dort so geschrieben haben. 

Station 4: Schloss Bellevue

Bellevue bedeutet „schöne Aussicht“ und sagt schon alles über das Schloss aus. Zugern würde ich mir die Räume mal von innen anschauen, um zu sehen, wie der erste Amtssitz des Bundespräsidenten aussieht. Da man das Schloss leider nicht besuchen kann, habe ich nur ein Foto geschossen und mich weiter zum Haus der Kulturen aufgemacht.

Station 5: Haus der Kulturen der Welt

Das Haus der Kulturen wird von den Berlinern auch liebevoll „Schwangere Auster“ genannt. Das Haus ist ein Ausstellungsort für internationale zeitgenössische Künste. Hier wird über Entwicklungen und Diskurse diskutiert.

Station 6: Platz der Republik

Der Platz der Republik liegt direkt vor dem Reichstagsgebäude. Die riesige Rasenfläche ist mit kleinen Hecken verziert und entstand um 1730. Er diente schon unter König Friedrich Wilhelm I als Exerzierplatz für die preußischen Soldaten. 

1988 gab Michael Jackson während seiner Bad World Tour ein Freiluftkonzert auf dem Platz.

Das größte Spektakel was ich als Berlinerin mitbekommen habe, ist wohl als Christo und Jeanne-Claude den Reichstag verhüllt haben. Das war 1995. Damals galt der Platz als Pilgerort für Menschen aus aller Welt, die die Reichstagsverhüllung sehen wollten.

Station 7: Reichstag/Bundestag

Das Reichstagsgebäude (Reichstag gennant) ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Hier tritt u. a. die Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zusammen. 

Für Besucher ist die Kuppel von der Dachterasse aus über eine Rampe öffentliche zugänglich. Auch der Parlamentssitz kann betreten werden. In 24 Metern Höhe befindet sich ein Restaurant. Für einen schönen Rundblick über Berlin kann man die Aussichtsplattform im oberen Teil der Kuppel nutzen. Die Plattform liegt in 40 Meter Höhe. Tickets für die Besichtigung der Kuppel oder Rundgänge gibt es hier.

Station 8: S + U Brandenburger Tor

Wenn man an Berlin denkt, ist wohl das erste was einem einfällt das Brandenburger Tor. Jedenfalls geht es mir so. Der geschichtsträchtige Triumphbogen ist beeindruckend und ein Selfie wert.  Das Brandenburg Tor ist ein nationales Symbol, mit dem viele wichtige geschichtliche Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden sind. Es ist das einzig erhaltene von zuletzt 18 Berliner Stadttoren. Heute wird das Brandenburger Tor stark mit der Wiedervereinigung Deutschlands assoziiert. 

Station 9: Unter den Linden/Friedrichstraße

Die Prachtstraße Unter den Linden verbindet zahlreiche wichtige Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten miteinander. Sie führt vom Pariser Platz an der Ostseite des Brandenburger Tors, wo sich auch das bekannte Hotel Adlon befindet, durch die Dorotheenstadt und den Friedrichswerder in Richtung Alexanderplatz. Hinter dem Zeughaus am östlichen Ende geht sie an der Schloßbrücke über den Spreekanal in den Schloßplatz auf der Spreeinsel über. 

Station 10: Staatsoper

Die Staatsoper wird auch Nationaloper gennant und wird vom Staat betrieben. Einen Blick in die Vorführungen kannst du hier werfen und hier Tickets kaufen.

Station 11: Lustgarten

Der Lustgarten ist eine riesige Grünanlage auf der Museumsinsel in Mitte. Wenn es warm ist, machen es sich die Besucher auf dem Rasen gemütlich, essen ein Kleinigkeit oder schießen Fotos. 

Sie gehörte ursprünglich zur Gesamtanlage des Stadtschlosses. Die Fläche wird nördlich durch das Alte Museum, östlich durch den Berliner Dom, westlich durch die Spree und südlich durch den Schloßplatz begrenzt. 

Station 12: Spandauer Straße /Marienkirche

Die evangelische Marienkirche befindet sich gleich neben dem Fernsehturm. Sie ist die älteste noch sakral genutzte städtische Pfarrkirche Berlins und auf jeden Fall einen Besuch wert. Leider ist das Fotografieren in der Kirche nicht erlaubt, sodass ich dir kein Bilder zeigen kann. Das fand ich sehr schade. Zu gerne hätte ich dir ein paar Bilder von innen gezeigt. 

Neben der Kirche und dem Fernsehturm befindet sich der Neptunbrunnen, der als einer der prächtigsten Brunnen der Hauptstadt gilt. Von hier aus hat man einen guten Ausblick auf das Rote Rathaus, und kann dem regierenden Bürgermeister zuwinken.

Station 13: S + U Alexanderplatz

Der Alexanderplatz wurde 1805 nach dem russischen Zaren Alexander I benannt. Der rechteckige Platz ist heute für diverse Shoppingmöglichkeiten wie das Alexa oder Galeria Kaufhof bekannt. Die Berliner nennen ihn liebevoll „Alex“. Hier stehen auch die bekannte Weltzeituhr und das Park Inn Hotel

Empfehlenswert ist auch eine Tour mit der Buslinie 200. Sie führt vom Zoologischen Garten über den Potsdamer Platz bis zur Michaelangelostraße. Hier kannst du den Linienverlauf sehen. 

Viel Spaß beim Erkunden der Stadt.


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